Boilies: der optimale Köder für das Angeln von Karpfen

Die Teigkugel als Köder wird auch gern selbst hergestellt

Der Boilie ist ein spezieller Teigköder für das Angeln von Karpfen. Durch Verwendung besonderer Inhaltsstoffe wie Eier und durch abschließendes Garen entsteht die haltbare Teigkugel, die Ende der sechziger Jahre vom Engländer Fred Wilton Ender entwickelt wurde. Die Boilies entstanden aus der Überlegung heraus, dass es von Vorteil für das Angeln ist, wenn ein schmackhafter Köder benutzt wird, der alle für die Ernährung des Karpfens notwendigen Stoffe enthält.

Der Boilie wird beim Angeln nicht direkt am Haken befestigt, er hängt fest an einem dünnen, mit dem Haken verbundenen Faden, dem sogenannten Haar. Der Karpfen saugt die leckere Nahrung auf und nimmt zwangsläufig den Haken mit in sein Maul. Der große Vorteil besteht darin, dass sich die Boilies sehr gut und sehr lange am Haar halten, durch die Zusammensetzung ein selektives Angeln möglich ist, und sie relativ einfach sogar selbst hergestellt werden können. Unter den Boilies gibt es einige unterschiedliche Varianten. Als der besser zu verwertende Teigköder hat sich der mit einem maximalen Kohlehydratgehalt gegenüber dem Köder mit hohen Proteingehalt erwiesen.

Viele Karpfenangler stellen ihre Boilies selbst her, das ist relativ einfach, weil man die Zutaten in jedem Supermarkt erhält. Dazu gehören unter anderem verschiedene Mehlsorten, Weißbrot, Öl, Eier, Milch sowie Zusatzstoffe wie Honig, Zimt oder Forellenfutter und auch Lebensmittelfarben. Rezepte findet man dazu im Internet. Wer öfters Boilies selbst zubereitet, der sollte sich einen Boilieroller zulegen, der das Rollen des Teiges vereinfacht und gleichgroße Köder entstehen lässt. Die Steigerung ist der Mammutboilieroller, mit dem sich zahlreiche Boilies auf einmal rollen lassen.



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